Jahresrückblick

Wie du mit einem gelungenen Jahresrückblick mehr Lebensqualität gewinnst! 

Am Baum der guten Vorsätze gibt es viele Blüten aber wenig Früchte.

Konfuzius
Ein schönes Ritual anstatt von Neujahrsvorsätzen

Was haltet ihr von Neujahrsvorsätzen? Ich persönlich eher wenig, gleichzeitig finde ich es schön, zum Jahreswechsel ein Ritual zu haben, das einerseits das vorangehende Jahr würdigt und andererseits eine gute Perspektive auf das Neue eröffnet. 

Im Folgenden präsentiere ich euch eine Möglichkeit wie dies mithilfe eines bestimmten Ablaufes eines Jahresrückblickes gelingen kann. Dazu habe ich bei Tim Ferriss gespickt und die Methode etwas geändert. 

Als Ergänzung: Podcastfolge # 35

Ich empfehle euch, in die korrespondierende Podcastfolge #35 zu hören. Außerdem findet ihr unten einen Link zu einer einseitigen PDF, die ihr euch zur besseren Übersicht ausdrucken könnt, wenn ihr die Jahresrückschau dieser Art machen möchtet. 

Ablauf: Schritte 1 – 9
  1. Vorbereitung Nimm deinen Kalender, dein Handy mit der Foto-App und etwas zu schreiben zur Hand und richte dich gut ein (Aufgeräumter Schreibtisch, Trinken, Musik, Atemübung zur Einstimmung, etc.).
  2. Liste Erstelle eine List mit zwei Spalten: Positiv und Negativ.
  3. Wochenrückschau Wirf einen Blick auf jede Woche in deinem Kalender aus dem letzten Jahr und parallel in die Foto-App. Achte darauf wie du spontan auf Kalendereinträge und Fotos reagierst: was waren schöne Situationen? Welche Begegnungen haben dich freier und selbstbestimmter gemacht? Und welche haben dir auf der anderen Seite Energie geraubt? 
  4. Kategorisierung Schreibe spontan alle Aktivitäten, Verbindlichkeiten und Begegnungen, die jeweils starke negative oder positive Gefühle in dir verursachen in die entsprechende Spalte. 
  5. Integrität Höre dabei auf deinen Bauch und mach dich möglichst frei von Konvention und äußerer Erwartungshaltung. Es zählt in erster Linie was du fühlst und für dich relevant ist, nicht was „man“ macht oder „muss“. 
  6. Auswertung Identifiziere am Ende Cluster aller Aktivitäten, Verbindlichkeiten und Begegnungen in jeder Kategorie nach dem Pareto-Prinzip (20% – 80%).
  7. Ergebnis Erstelle Top-Positiv und Top-Negativ-Liste mit den häufigst notierten Punkten.
  8. Planen Nimm deinen Kalender für das neue Jahr zur Hand und plane mehr von den positiven Sachen. Vereinbare Zeit mit bestimmten Menschen, organisiere einen Babysitter für einen festen Abend mit deinem Partner, kauf dir die Dauerkarte fürs Theater oder was auch immer sich aus deiner Positiv-Liste ergibt. Mach es wirklich! 
  9. Nein-Liste Schreib die wichtigsten Negativ-Cluster auf eine Liste und häng sie dir an einen Ort, wo sie dich regelmäßig ermutigt, diese Energie-Fresser aus deinem Leben zu verbannen, z.B. an die Innentür deines Kleiderschranks.
Schmankerl: Wenn ich noch ein Jahr zu leben hätte

Eine Frage, die ich mir nicht zu wenig stellen kann lautet: Was würde ich tun, wenn ich noch ein Jahr zu leben hätte? 

Im Zusammenhang mit dieser Übung könnte man beginnen mit: Würde ich diese Übung machen, wenn ich noch ein Jahr zu leben hätte? Wie ernst würde ich diese Übung machen, wenn ich noch ein Jahr zu leben hätte? Wie ehrlich und konsequent wäre ich dabei, wenn nicht noch ein Jahr zu leben hätte?

Na dann…

Hier gibt es ein PDF zum Ausdrucken der Übung auf einer Seite und mit bleibt nur zu sagen: Guten Rutsch! 🙂

https://moritzbinder.com/wp-content/uploads/2021/12/neujahr.pdf