Digitales

Ich rattere hier stichpunktartig und weitestgehend unsystematisch einige Aspekte herunter, die diese Website und die Podcastproduktion betreffen und die ich gerne vor einigen Jahren gewusst hätte.

Kategorie: Use it or lose it 😉

Website

Grundsätzlich: wie komme ich an eine Webseite?

Für Normalsterbliche gibt es meiner Meinung nach zwei sinnvolle Wege zur Erstellung einer Webseite, wenn sie nicht (i.d.R. unverhältnismäßig) viel Geld für eine Agentur ausgeben wollen: Baukastensysteme oder WordPress.

Baukastensysteme (Weebly, Squarrespace oder Yola) haben sich in den letzten Jahren ordentlich entwickelt und sind definitiv eine gute Möglichkeit für alle, die wenig Vorerfahrung und Interesse mit digitalem Zeugs im weitesten Sinne haben.

Diese Angebote bieten jedoch nur begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten, z.B. keine mir bekannte, niederschwellige Möglichkeit zur kostenlosen Erstellung eines Podcast-Feeds (siehe unten). Außerdem hätte ich ein ungutes Gefühl der Abhängigkeit, denn wenn der Anbieter pleite geht oder seine Preispolitik drastisch ändert ist man gelatzt, anders als mit einer Domain und einem Content-Management-System mit dem man die Seite zu einem anderen Anbieter umziehen kann.

Was kann WordPress?

Der Weg meiner Wahl ist deswegen nach wie vor WordPress, wenn auch viele Profis die Nase rümpfen mögen. WordPress bietet mir Alles was ich möchte:

  • Mehr als ausreichende Gestaltungs- und Erweiterungsmöglichkeiten
  • Ausgezeichneter “Schwarmsupport” durch endlose Videotutorials und Forumsbeiträge
  • Leichte Erlernbarkeit
  • Gutes SEO (Search-Engine-Optimizing)
  • Unschlagbares Preis-Leisungsverhältnis, da WordPress selbst kostenlos ist
  • Gute Transferierbarkeit der Webseite auf anderen Server, falls nötig

Es gibt also für mich keinen Grund die Webseite an einen Profi auszulagern oder mittels eines Baukastensystems zu erstellen.

Konkrete Empfehlungen für WordPress?

Webhosting

Ich habe vor einigen Jahren alle meine Seiten auf allinkl.de umgezogen und bin damit sehr zufrieden. Deutsche Server, guter Support (sagt man – ich habe ihn noch nie gebraucht) faire Paket-Preise inklusive einiger Domains und SSL-Verschlüsselung, außerdem noch Öko-Strom betrieben – perfekt!

Themes

Ich habe eine ganze Zeit lang Seiten mit kostenpflichtigen Themes von Themeforrest erstellt. Mittlerweile habe ich alle meine Webseites auf ganz simple gratis Themes von WordPress selbst umgestellt; die sind zwar nicht ganz so fancy was das Design angeht, aber ansehnlich genug, funktionell, easy zu bearbeiten und vor allem flotter zu laden als die meistens trägen, von halb-gratis Funktionen überladenen kostenpflichtigen Themes. Idealerweise ist man so fit, dass man seine eigene Theme basteln kann – das ist aber wohl bei den wenigsten von uns bzw. euch, die ihr diesen Text lest, der Fall. moritzbinder.com läuft beispielsweise auf Twenty Twenty mit dem Plugin Twentig. Eine Überlegung wert sind auch die Themes von Elmastudio.

Plugins

Viele Wege führen nach Rom und viele Plugins zum Ziel. Ich fahre gut mit den Folgenden als essenzielle Basis-Plugins:

  • GDPR Cookie Compliance
  • iThemes Security
  • Jetpack von WordPress.com
  • Really Simple SSL
  • SEO Press
  • Simple History

Sonstiges

Podcasting

Persönliche Erfahrung mit dem Podcasten

Podcasting wird seit einigen Jahren ziemlich gehyped und erfreut sich tatsächlich immer größer werdender Beliebtheit. Das wundert mich kaum!

Ich kann mich noch gut erinnern, als ich mit 16 auf einem der ersten von Apples iPods meine ersten Podcasts hörte und absolut angetan war. Es ist doch wirklich Alltags-revolutionierend, dass man sich jetzt beim Wäsche zusammen legen spannende Reportagen, inspirierende Interviews oder lehrreiche Vorträge reinziehen kann! Wow, wie großartig ist die Welt in der wir leben – ganz im Ernst, ich finde das ist der Oberhammer 😀

Vor einigen Jahren hatte ich schon einmal einen Podcast begonnen, der sich aber im Stress des Studiums verlaufen hat… Einen Podcast aufzusetzen ist schwieriger als man vielleicht vermuten würde, wenn man bedenkt wie einfach es ist, ein Video auf YouTube hoch zu laden. Jedenfalls fasse ich hier einmal meine wichtigsten Empfehlungen für mein damaliges Ich zusammen, das sich unter anderem mit Blubbry und Audacity große Kämpfe geliefert hat 😉

Allgemeine Empfehlungen Podcasting

Community

Seht euch im Sendegate um. Dort gibt es eine großartige, hilfsbereite Community und Tips und Tricks zu allen erdenklichen Themen rund ums Podcasting.

Podcast Feed mit WordPress

Erstellt euren Feed mit dem Podlove Podcast Publisher – und lasst entsprechend die Finger von den ganzen kostenpflichtigen Tools wie Blubbry, Anchor, Buzzsprout oder Podbean. Dazu gäbe es viel zu sagen, aber die Kurzfassung ist: Podlove kann alles was man braucht und ist von der bereits mehrfach erwähnten, tollen Sendegate-Community gebackupt.

Podcast Feed ohne Webseite

Wer es wirklich ganz einfach möchte und vielleicht auch keine Muße hat und wirklich einfach nur podcasten möchte, für den könnte Letscast oder Podigee ein guter Service werden (Damit habe ich selbst aber keine Erfahrung).

Software

Nutzt als Software zur (Aufnahme und) Nachbearbeitung Reaper mit dem Ultraschall-Plugin. Das Preis-Leistungsverhältnis ist unschlagbar, die Dokumentation gut und Unterstützung im Sendegate, wenn es doch mal klemmt, schnell gefunden.

No-Budget Setup

Und wer sich erst einmal ausprobieren möchte ohne große Investitionen zu tätigen, der könnte den Feed mit dem Podlove Podcast Publisher aufsetzen, mit einem billigen USB-Mikro oder dem Handy-Mikro etwas aufnehmen und die Nachbearbeitung im Rahmen der zwei pro Monat kostenlosen Stunden von Auphonic erledigen. So gibt es Podcasting mit ansehnlichem Ergebnis zum Nulltarif!

Go for it!

Es gibt Leute, die sagen, der Podcast-Markt sei mittlerweile überlaufen. Ich finde, dass es nicht genug gute Podcasts geben kann und habe den Eindruck, dass viele Feeds gestartet werden, nachdem irgendein Marketing-Heini erklärt hat, das sei eine gute Idee. Weil dann aber die Begeisterung fehlt, trocknen die Podcasts aus und werden nicht fortgeführt.

Ich finde, dass es so viele Nischen und spannende Geschichten zu erzählen gibt, dass es auch gar nicht genug Podcasts geben kann. Deswegen freue mich über jeden, der guten Content in den Ring schmeißt! Go for it 🙂